Rechtsextremismus kein Randphänomen

Veröffentlicht auf von Roadrunner

20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind ausländerfeindlich und der Antisemitismus in der Bevölkerung wächst. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine Studie der Universität Leipzig im Auftrag der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Überraschender "Sieger" in Sachen Ausländerfeindlichkeit wurde Bayern, knapp gefolgt von Sachsen-Anhalt. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Schrecken des Nationalsozialismus gerade 60 Jahre zurück liegen. Man sollte doch meinen, dass der Mensch nicht so leicht vergisst. Anscheinend wird der Ausländerfeindlichkeit durch sozial Unzufriedenheit einmal mehr das Tor zu den Köpfen der Menschen geöffnet. Es ist viel leichter, seine eigenen Verfehlungen auf ethnische Minderheiten zu schieben, als sich selber den Schuh anzuziehen und darüber nachzudenken, was man besser machen könnte. Alarmierend ist ebenfalls die Tatsache, dass sich insbesondere Jugendliche in zunehmendem Maße der rechten Szene zugehörig fühlen. An dieser Stelle muss Politik ansetzen, das Übel muss an der Wurzel gepackt werden. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre ein NPD-Verbot, doch dazu fehlt es an der nötigen Courage seitens der Politik. Und so wird sich der Trend der zunehmenden Nazifizierung wohl auch in Zukunft fortsetzen. In nicht allzu ferner Zukunft wird die Jugendkultur wohl nur noch zwischen Bushido und Landser stattfinden.

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ReFi 11/28/2008 20:21

moin Du, ja es ist erschreckend, ich glaube das hängt viel damit zusammen das es nur sehr wenige Einrichtungen für junge Leute gibt. Das nicht genug Lehrstellen vorhanden sind und viele der Eltern arbeitslos sind steigert die Unzufriedenheit noch. Da kommt dann eine rechte Gruppe die was von Brüdern und Zusammenhalt faselt, gerade recht. Naja und wenn dann z.B. auch noch der Fremdenhass schon im Elternhaus zu finden ist, kommt eins zum andern, schade, schade..LG Regina

Roadrunner 11/28/2008 21:11



Genau an dem Punkt ist die Politik gefragt. Sie muss Perspektiven schaffen, ansonsten brauchen wir uns nicht wundern, wenn unsere Kindeskinder wieder für ein Verbrecher-Regime in den Krieg
ziehen.



Helene 11/28/2008 16:42

Hallo mein Lieber!
Unser Land hat sich auf die 2 extremsten Art und Weisen mit diesem Thema auseinander gesätzt. Erstens ging, zu mindest räumlich, von unserem Land das Grauen aus. Wobei ich jetzt ganz gezielt nicht über die Mächte spreche, die tatsächlich dahinter standen.
Die Folge war die DDR samt antifaschistischem Schutzwall. Der hat, meiner Meinung nach, absolut nicht zur Ausrottung dieser geistigen Haltung beigetragen.

Herzlichst
Helene

Roadrunner 11/28/2008 16:58


Ja da gebe ich dir völlig Recht. Jedoch darf die Vergangenheit keine Ausrede sein, sondern sollte als Warnzeichen für die Zukunft stehen. Leider scheint es so als wäre das gegenteil der Fall.