Pharmaindustrie
Bei meiner täglichen Recherche auf diversen Nachrichtenplattformen des World Wide Web stieß ich auf einen interessanten Artikel über ein Anti-HIV-Mikrobizid. Genfer Forscher haben demnach einen Wirkstoff entwickelt, der Frauen unabhängig vom Mann die HIV-Prävention ermöglichen würde. Der Wirkstoff ist günstig zu synthetisieren und zeigt im Labormaßstab bereits erste Erfolge. Die Genfer Forscher suchen nun einen Pharmakonzern, der sich bereit erklärt, die notwendigen klinischen Studien zu finanzieren. Nur findet sich keiner. Woran das wohl liegen mag? Doch sicher nicht an der Tatsache, dass der größte Bedarf an dem Mikrobizid in den Entwicklungländern zu erwarten ist! Und die bettelarme Bevölkerung nicht genügend Kaufkraft hat, um es lohnend zu machen, in klinische Studien zu investieren. Das Krebsgeschwür Kapitalismus frisst nicht mehr nur seine eigenen Kinder, sondern alles und jeden, der ihm in die Quere kommt. Man kann nur hoffen, dass die Menschheit irgendwann zur Vernunft kommt.
Sick, Sad World!