Zahlungsmoral

Veröffentlicht auf von Roadrunner

Die Zahlungsmoral in Deutschland gilt allgemein hin als eher schlecht. Das kann unterschiedlichste Gründe haben. Doch was bei meiner Oma im Moment geschieht, ist das Allerletzte! Meine Oma wollte im August diesen Jahres ihren Garten verkaufen. Interessenten gab es genug. Der Zuschlag ging schließlich an ein Paar mittleren Alters. Gutmütig wie meine Oma ist, verzichtete sie auf einen schriftlichen Vertrag. Ein riesen Fehler wie sich herrausstellen sollte. Nach zwei Wochen hatte sie die erste Rate noch immer nicht erhalten, aber die Schlüssel schon übergeben. Daraufhin forderte sie die sofortige Zahlung des Verkaufspreises oder eine Rückgabe des Schlüssels, worauf natürlich keine Reaktion erfolgte. Daraufhin ließ sie die Schlösser austauschen und startete einen neuen Verkaufsversuch, diesmal an den Sohn der Vorsitzenden des Gartenvereins. Die ersten zwei Raten wurden termingerecht gezahlt. Auf die beiden ausstehenden Raten wartet sie seit Monaten vergeblich. Weder die Vorsitzende des Gartenvereins, noch der Käufer sind seitdem weder telefonisch noch auf schriftlichem Weg zu erreichen. Es kann doch nicht angehen, dass bei einer alten Frau in der Hoffnung, dass ihr vielleicht etwas geschieht, auf Zeit gespielt wird. Was für Menschen machen so etwas? Dieser Garten war alles für meine Oma. Es war schwer genug für sie, sich von ihrem Garten zu trennen und jetzt wird sie auch noch derartig über den Tisch gezogen. Sind die Menchen wirklich so schlecht? 

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Roadrunner 11/15/2008 23:32

@Mina: Danke für die Infos! Jetzt zu den Fragen: Meine Oma will den Garten verkaufen, weil sie körperlich nicht mehr in der Lage ist den garten zu bewirtschaften. Vermieten wäre ne Idee gewesen, is jetzt zu spät! Und überschreiben is schwer, da die meisten Famielienmitglieder schon nen Schrebergarten haben oder einfach zu weit entfernt wohnen.

@ M.Kupfer Danke für ihre Infos, sind ja quasi vom Fachmann. Das mit dem kaufvertrag lag wie erwähnt an der Gutmütigkeit meiner Oma- Wir haben ihr alle gesagt, dass sie einen Vertrag aufsetzen lassen soll...

MfG Roadrunner

M.Kupfer 11/15/2008 20:08

Hallo Roadrunner,
bei einem Grundstücksverkauf bedarf es eines notariellen Kaufvertrags, bei der Übertragung des eigentums dann der Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch.
Zum Thema Zahlungsmoral: Lies mal meinen Beitrag "Mandanten geschasst". Die Jungs bringen mich auch zur Weißglut, in dem sie mich erst mal machen lassen und nachher die Rechnung nicht bezahlen...
http://m.kupfer.over-blog.com/article-23046448.html
Grüße,
M.Kupfer

Mina 11/15/2008 18:32

Hallo Roadi,
Paar fragen:
Warum will deine Oma den Garten verkaufen ? Warum überschreibt sie ihn nicht einfach einem Familienmitglied ? Oder vermieten ?
Und selbst wenn ihr was pasieren sollte, was Gott verhüten möge, können und werden die rechtmässigen Erben das ausstehende Geld verlangen. Die Zahlung bleibt ihnen nicht aus, so oder so.