Pharmaindustrie

Veröffentlicht auf von Roadrunner

Bei meiner täglichen Recherche auf diversen Nachrichtenplattformen des World Wide Web stieß ich auf einen interessanten Artikel über ein Anti-HIV-Mikrobizid. Genfer Forscher haben demnach einen Wirkstoff entwickelt, der Frauen unabhängig vom Mann die HIV-Prävention ermöglichen würde. Der Wirkstoff ist günstig zu synthetisieren und zeigt im Labormaßstab bereits erste Erfolge. Die Genfer Forscher suchen nun einen Pharmakonzern, der sich bereit erklärt, die notwendigen klinischen Studien zu finanzieren. Nur findet sich keiner. Woran das wohl liegen mag? Doch sicher nicht an der Tatsache, dass der größte Bedarf an dem Mikrobizid in den Entwicklungländern zu erwarten ist! Und die bettelarme Bevölkerung nicht genügend Kaufkraft hat, um es lohnend zu machen, in klinische Studien zu investieren. Das Krebsgeschwür Kapitalismus frisst nicht mehr nur seine eigenen Kinder, sondern alles und jeden, der ihm in die Quere kommt. Man kann nur hoffen, dass die Menschheit irgendwann zur Vernunft kommt.

Sick, Sad World!


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Mina 11/12/2008 19:32

Das finde ich schon sehr bedenklich. Aber irgendwann kriegt so Milliadär auch HIV und der wirds schon finanzieren, wenn ihm sein Leben lieb ist. Ist jetzt mal meine Hoffnung. Wer ein Heilmittel für Aids findet, geht garantiert in die Geschichte ein, oder bekommt sogar einen Nobelpreis, ist es das nicht wert genug ? Ist es nicht alles Geld wert soviele Menschen zu retten ?

Roadrunner 11/12/2008 20:04



Für jeden normalen Menschen ist das wohl so. Aber die Entscheidungsträger sehen einfach nur noch Geld und nichts anderes mehr.