Business as unusual?

Veröffentlicht auf von Roadrunner

Was war wohl das bestimmende Thema der letzten zwei Tage? Gute Frage, nicht wahr! Ich weiß es nicht. Mir ist nur eines aufgefallen: auf der linken Seite des großen Wassers zieht ein Popstar ins Weiße Haus ein und viel weiter rechts, droht ein kaum bis zur Theke einer Nichtraucher-Bar reichender Mensch, mit der Stationierung irgendwelcher Kurzstreckenraketen in Königsberg.
1. Da möchte ich doch mal wissen, warum dieser Popstar keine CD's aufnimmt und keine Welttournee macht. Dabei kann er ein Vielfaches von dem verdienen, was er im Weißen Haus bekommt. Nun möchte ich nicht falsch verstanden werden. Mir ist dieser Popstar zig mal lieber als ein an Brezeln beinahe erstickender, zwischen Menschen und Fischen Frieden bringender Fundamentalist. Jedoch empfinde ich den Hype um diese Person als etwas, naja, sagen wir mal, verfrüht. Dazu kommt noch, dass es mir einfach nicht einleuchten will, wofür man in einem Wahlkampf über 600 Millionen Dollar ausgeben kann. Mir fällt da spontan nur ein gemeinsames Burger essen bei einem bekannten Fast-Food-Unternehmen mit allen US-Bürgern ein. Als letzte Bemerkung zu diesem Thema will ich einen zugegebener Maßen hinkenden Vergleich ziehen. Wir Deutschen kennen uns nämlich besonders gut in Begeisterungsstürmen aus. Nur als es diesseits des Atlantik eine solche Euphorie um eine Person gab, kam mal ganz und gar nichts Gutes am Ende raus.
2. Ganz allgemein ist mir aufgefallen, dass besonders kleine Menschen immer besonders aggressiv sind. Da wären Napoleon, Ekel Alfred, Dimitri Putin und Vladimir Medwedew um nur einige Beispiele zu nennen. Nunja allzu ernst würde ich die Drohung nicht nehmen, in Königsberg Iskander-Raketen zu stationieren. Denn wir wissen ja alle, wie zuverlässig russische Technik ist. Mir kommt es viel eher so vor, als sei diese Ankündigung der etwas ärmliche Versuch, sich ins Gerede zu bringen. So nach dem Motto "links des großen Wassers steigt die Party, aber wir viel weiter rechts sind auch noch da". Alles in allem wohl doch eher Business as usual. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Veröffentlicht in Satire

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